Händehygiene im Betrieb: die 5 Momente der Händedesinfektion
Die wirksamste Hygienemaßnahme im Betrieb ist die richtige Händedesinfektion. Wir zeigen die 5 Momente, die Einreibetechnik nach EN 1500 und den oft vergessenen Hautschutz.
Die Händedesinfektion ist die wirksamste einzelne Hygienemaßnahme im Betrieb. Entscheidend ist nicht nur das Wie, sondern das Wann: Die „5 Momente der Händehygiene" legen fest, in welchen Situationen desinfiziert werden muss. Dieser Leitfaden zeigt die 5 Momente, die richtige Einreibetechnik nach EN 1500, den oft vergessenen Hautschutz — und die häufigsten Fehler.
Die 5 Momente der Händehygiene
Die „5 Momente" beantworten die wichtigste Frage: wann wird desinfiziert? In Pflege und Gesundheit gilt das WHO-Modell:
- Vor Patienten- bzw. Bewohnerkontakt
- Vor einer aseptischen Tätigkeit (z. B. Verbandwechsel)
- Nach Kontakt mit potenziell infektiösem Material
- Nach Patienten- bzw. Bewohnerkontakt
- Nach Kontakt mit der direkten Umgebung
In Gastronomie und Lebensmittelbetrieben gilt sinngemäß: vor Arbeitsbeginn, vor dem Umgang mit offenen Lebensmitteln, nach Pausen und Toilette, nach Kontakt mit Rohware oder Abfall sowie nach dem Ausziehen von Handschuhen. Welche gesetzlichen Vorgaben dahinterstehen, ordnet unser Überblick zu den Hygienestandards ein.
So desinfizieren Sie die Hände richtig (EN 1500)
Die Norm EN 1500 beschreibt die hygienische Händedesinfektion. Worauf es ankommt:
- Genug Mittel: etwa 3–5 ml, die Hände müssen vollständig feucht sein
- Mindestens 30 Sekunden einreiben — die Einwirkzeit des Mittels beachten
- Alle Flächen: Handflächen, Handrücken, Fingerzwischenräume, Daumen, Fingerkuppen und Nagelfalze
- Trocknen lassen: an der Luft, nicht abwischen und nicht föhnen
Händewaschen oder desinfizieren?
Im Alltag ist die Desinfektion wirksamer und hautschonender als ständiges Waschen — Wasser und Seife entfetten die Haut stark. Gewaschen wird bei sichtbarer Verschmutzung, nach dem Toilettengang und bei bestimmten Erregern wie Norovirus, wo das Waschen die Desinfektion ergänzt. Welches Mittel das richtige ist, zeigt unser Beitrag zur VAH- und RKI-Liste; wie Flächen dazu passend desinfiziert werden, steht im Leitfaden Flächendesinfektion.
Hautschutz nicht vergessen
Häufige Händedesinfektion belastet die Haut — rissige Haut ist nicht nur unangenehm, sondern auch ein Hygienerisiko, weil sich darin Keime halten. Ein Hautschutzplan gehört deshalb dazu: rückfettende Pflege vor und nach der Arbeit, hautverträgliche Mittel, regelmäßiges Eincremen. Mehr dazu im Beitrag TRGS 401: Hautschutzplan und in unserer Kategorie Hautreinigung & Hautschutz.
Die häufigsten Fehler
- Zu wenig Mittel — die Hände werden nicht vollständig feucht
- Zu kurz eingerieben (unter 30 Sekunden)
- Auf feuchte Hände aufgetragen — das verdünnt das Mittel
- Ringe und Schmuck getragen — darunter bleiben Keime
- Handschuhe als Ersatz statt Desinfektion vor und nach dem Tragen
- Hautpflege vergessen — strapazierte Haut wird zum Keimreservoir
Häufige Fragen zur Händehygiene
Händedesinfektion + Hautschutz fürs Team?
Wir stellen Ihnen VAH-gelistete Händedesinfektion, passende Spender und rückfettende Hautpflege zusammen — abgestimmt auf Ihre Branche, geliefert ab Lager Berganger.
Verwandte Themen
Weitere Beiträge
Händedesinfektion + Hautschutz fürs ganze Team?
Wir liefern VAH-gelistete Händedesinfektion, passende Spender und rückfettende Hautpflege — abgestimmt auf Ihre Branche, ab Lager Berganger, ohne Mindermengenzuschlag.