Büro-Hygiene: Checkliste, Keim-Hotspots und Intervalle

Wo im Büro die meisten Keime sitzen, wie oft wirklich gereinigt werden sollte und eine Checkliste zum Abhaken, gerade rechtzeitig zur Erkältungssaison.

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Das Büro wirkt sauber, ist hygienisch aber oft eine Grauzone. Die größten Keimträger sind nicht die Toiletten, sondern Tastatur, Telefon und Türklinke, Flächen, die viele Hände berühren und die kaum jemand reinigt. Wer die Hotspots kennt, die richtigen Intervalle setzt und die Teeküche im Griff hat, senkt gerade in der Erkältungssaison die Ansteckungen spürbar. Diese Checkliste zeigt, worauf es ankommt.

1× täglichgehören Handkontaktflächen wie Klinken und Schalter gewischt, in Infektzeiten öfter
max. 4 Wochensollte ein Küchenschwamm im Einsatz sein, dann tauschen oder auswaschen bei 60 Grad
1× pro WocheKühlschrank ausräumen und auswischen, Reste konsequent entsorgen

Die Keim-Hotspots im Büro

Keime sammeln sich dort, wo viele Hände hinkommen und selten geputzt wird. Die üblichen Verdächtigen:

Ganz oben auf der Liste stehen Tastatur und Maus: stundenlang berührt, zwischendurch wird gegessen, und gereinigt werden sie praktisch nie. Studien finden auf Bürotastaturen regelmäßig mehr Keime als auf Toilettenbrillen, nicht weil Büros schmutziger wären, sondern weil das WC täglich geputzt wird und die Tastatur nicht. Der Telefonhörer legt noch eine Schippe drauf: Er hat direkten Kontakt zu Mund und Gesicht und wandert in Besprechungsräumen durch viele Hände.

Dazu kommen die Flächen, die schlicht jeder anfasst: Türklinken, Lichtschalter und Aufzugknöpfe verbinden alle Abteilungen miteinander, im wörtlichen Sinn. Die Teeküche bündelt gleich mehrere Hotspots auf zwei Quadratmetern, vom Wasserhahn über den Kühlschrankgriff bis zum berüchtigten Schwamm, der feucht und nährstoffreich das perfekte Keim-Biotop bildet. Und auch gemeinsame Geräte wie Drucker und Touchdisplays gehören auf den Radar, gerade in Zeiten von Shared Desks.

Hände reinigen eine Computertastatur mit einem Reinigungstuch am Schreibtisch
Der unterschätzte Hotspot: Die Tastatur trägt oft mehr Keime als die Toilettenbrille.

Hotspot-Check: Wie oft reinigen?

Fläche antippen, die empfohlene Reinigung erscheint darunter.

Reinigungsintervalle fürs Büro

BereichFrequenzHinweis
Handkontaktflächentäglich, in Infektzeiten häufigerKlinken, Schalter, Geländer
Persönlicher Schreibtischtäglich bis mehrmals/Wocheam besten durch Mitarbeitende selbst
SanitärräumetäglichSeife und Papier nachfüllen
TeeküchetäglichFlächen, Spüle, Schwamm wechseln
Böden PublikumsbereichtäglichEingang und Flure zuerst
Böden Bürozimmer2 bis 3× / Wochenach Nutzung

Die Teeküche im Griff

Person reinigt die Arbeitsfläche einer modernen Büroküche mit Seifenspender und Papierhandtuchspender an der Wand
Feste Zuständigkeiten und ein sichtbarer Plan halten die Teeküche dauerhaft sauber.

Die Teeküche ist der soziale Brennpunkt und hygienisch die größte Baustelle. Was hilft: klare Zuständigkeiten statt „macht schon jemand", Schwämme regelmäßig tauschen (oder auf Bürstensysteme umsteigen), Kühlschrank wöchentlich leeren und reinigen, Kaffeemaschine nach Vorgabe entkalken. Und: Seife plus Papierhandtücher gehören auch hierher, nicht nur ins WC.

Büro-Hygiene-Checkliste

Zum Abhaken für den nächsten Rundgang:

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Häufige Fragen zur Büro-Hygiene

Die am häufigsten angefassten und selten gereinigten: Tastatur und Maus, Telefonhörer, Türklinken, Lichtschalter, Aufzugknöpfe, der Wasserhahn und die Kaffeemaschine in der Teeküche. Studien zeigen regelmäßig, dass die Schreibtischtastatur mehr Keime tragen kann als die Toilettenbrille, weil sie kaum gereinigt wird.
Handkontaktflächen und Sanitärräume täglich, Schreibtische je nach Nutzung täglich bis mehrmals wöchentlich, Böden im Publikumsbereich täglich, Teeküche täglich. In Erkältungs- und Grippezeiten sollten die Handkontaktflächen häufiger gewischt werden. Persönliche Arbeitsplätze reinigen die Mitarbeitenden idealerweise selbst mit bereitgestellten Tüchern.
Eine Pflicht-Norm speziell fürs Büro gibt es nicht, aber Orientierung: Die Arbeitsstättenregeln (ASR) fordern saubere, hygienische Arbeitsräume und sanitäre Einrichtungen, und für die Reinigungsqualität wird oft die DIN 13549 (Qualitätsmesssystem Reinigung) herangezogen. Wichtiger als eine Norm ist ein klarer, dokumentierter Reinigungsplan.
Der Arbeitgeber muss saubere, gesundheitlich zuträgliche Arbeitsräume sicherstellen (Arbeitsstättenverordnung). Ob eine interne Kraft oder ein Dienstleister reinigt, ist frei, die Verantwortung für das Ergebnis bleibt beim Betrieb. Für die persönlichen Flächen am eigenen Schreibtisch werden die Mitarbeitenden meist einbezogen.
Feste Zuständigkeiten und ein sichtbarer Plan wirken am besten: Arbeitsflächen und Spüle täglich reinigen, Schwämme regelmäßig wechseln, Kühlschrank wöchentlich säubern und Reste entsorgen, Kaffeemaschine nach Herstellervorgabe entkalken. Seife und Papierhandtücher gehören auch in die Teeküche, nicht nur ins WC.

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